Biographie Anna Eckert




Foto The Frame Model Broken-Angel



Geboren bin ich am 18. August. 1985 in Chemnitz.
Ich bin die ersten 3 Jahre bei meiner Mutter & Vater groß geworden.
Leider war mein Vater sehr Alkoholkrank und nie für mich und Mama da
und wenn er dann mal da war, war Vater betrunken und hat Stress gemacht.
Meine Mama versteckte mich oft im Bad vor Papa, damit ich als Baby
nicht so viel mit bekomme und schlafen konnte.
Aber die Eltern können dich auch nur bis zu einem gewissen Rahmen
davor schützen, aber am Ende bekommt man auch als Baby mehr mit als
sich die Eltern wünschen.
Meine Mutter lernte einen neuen Mann kennen. Es war der beste Freund vom Vater
und sie verliebte sich in ihn. Sie sind dann mit mir gemeinsam von Chemnitz
nach Graal-Müritz Ostsee abgehauen, um von neu Beginnen zu können.
Allerdings hatten sie sich das leichter vorgestellt, als am Ende dann auch möglich war.


Foto: thats me

Die ersten Jahre war ich sehr besitzergreifend. Wenn irgendein Kind im Kindergarten
meinem Stiefvater an die Hand nahm, weil es ihm etwas zeigen wollte, bin ich
ausgerastet. Hab das Kind beschimpft, dass dies mein Papa wäre und sich einen anderen
suchen soll ( Kindergartenzeit). Ich habe auch durch die Albträume lange regelmäßig
noch ins Bett gemacht und mich dafür sehr geschämt. Ich hatte aber auch als Kind nicht
die Möglichkeit damit abzuschließen. Denn meine Eltern waren beide arbeiten und ich
verbrachte dadurch viel Zeit bei meiner Oma mütterlicher Seits.
Ihr Ehemann sowie sie selbst waren auch sehr stark Alkoholabhängig.
Oft erlebte ich als kleines Mädchen mit, wie Oma total durcheinander war weil sie total betrunken
war und Opa öfter die Hand ausrutschte. Oft war ihr Körper von blauen Flecken
übersät. Ich fragte : Omi, wieso tut Opa dir weh ? Wieso haut er dich ?
Ihre Antwort war: Nein nein sowas macht Opa nicht. Er würde mir nie weh tun.
Ich sagte nur: Aber ich hab es doch gesehen Omi. Mitten ins Gesicht hat er dich gehauen.
Omi sagte darauf: Nein nein, ich hab mich gestoßen. Opa macht sowas nicht.
Was sie nicht wusste ist, dass sie mich damit als Kind dazu gezwungen hat,
solch ein Geheimniss mit mir zu tragen. Denn wer glaubt denn einem
Kind, wenn das Opfer selbst es schon abstreitet?
Somit war es mir auch nicht möglich die Gewalt hinter mich zu lassen.
Meine Mama wurde wieder Schwanger. Somit war sie Zuhause und ich
musste nur noch selten zu meinen Großeltern.
Als meine Schwester dann zur Welt kam, legte sich das alles.
Die Angst, die Albträume.
Ein paar Jahre machte es den Eindruck, als hätten wir
alle die Vergangenheit hinter uns gelassen. Das dachten wir zumindest. Aber wie so
oft, kommt alles anders wie man denkt. In meiner Jugend brach wieder alles aus.

Sie konnten es verdrängen, aber ein KIND vergisst NIE !








Mit 13 Jahren hatte ich Albträume davon, wie ich im Kinderbettchen sitze und
Mama und Papa sich ganz doll streiten.
Ich glaube es kam aus dem Grund alles wieder hoch, weil ich nun zu einer
jungen Frau herran wuchs und starke Probleme in der Schule hatte.
Ich ging auf die Hauptschule in Pfullendorf.
Ich wurde viel gemobbt und verprügelt von den anderen Mädchen und Klassenkameraden,
weil ich ein leichtes Opfer war mit meiner Figur und sensiblen Wesen.
Oft versteckte ich mich in den Pausen in der Schule auf dem Mädchenklo,
weil die Angst viel zu groß war auf den Pausenhof zu all den anderen Schülern zu gehen.
Auch hier war ich bereits regelmäßig beim Arzt wegen gebrochener Wange im Gesicht,
gebrochenem Arm oder Schnittverletzungen die von anderen Mädchen zugefügt wurden.
Hatte oft mit meiner Mutter darüber gesprochen, aber ernst hat sie es nie richtig genommen
oder darüber gelächelt und gesagt: Naja das passiert halt mal.
Ich zog mich aus dem Grund immer mehr in mich zurück.
Erzählte davon auch nicht mehr, sondern fraß alles in mich hinein.
Ich sah auch mit an wie viele plötzlich mit harten Drogen in Kontakt kamen
und voll am abstürtzen waren. Ich hatte viel zu große Angst vor dem Zeug.
Deswegen habe ich nie harte Drogen genommen, wenn man mit erlebt wie Freunde in
eine Klinik eingewiesen werden, weil sie von ihrem Tripp nicht mehr runter gekommen sind.
Bis heute sind sie noch in der geschlossen Anstalt,
weil sie nicht zu Recht kommen würden in der Öffentlichkeit.
Trotz all dem, habe ich mich davon nicht klein machen und mich nicht von meinem Weg abbringen lassen.
Ich war dennoch eine der besten in meiner Klasse vom Notenschnitt.
Hatte einen besten Freund der immer für mich da war und selbst viel wegen seiner Hautfarbe gemobbt wurde.
Wir schenkten uns beide durch die enge Freundschaft über Jahre hinweg entsprechend Halt.
Ich war bei der Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz. Danke hier auch an die Vereine.
Sie waren damals mein GROßER HALT in jeder HINSICHT!
Erwachsene die mir zuhörten und Freunde die für mich da waren und alle nahmen mich so wie ich bin.
Ich wurde nie bei diesen Menschen für irgendetwas verurteilt.
Ich bin überzeugt ohne euch wäre ich nicht so heil aus der Sache raus gekommen wie es heute ist.
DANKE DANKE DANKE FÜR ALLES 

www.jugendfeuerwehr-pfullendorf.de/
www.drk-pfullendorf.de/index.php


Es gibt immer etwas wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Du darfst nicht aufgeben habe ich mir oft gesagt !




Aber das Verhältniss zur meiner Familie wurde immer schwieriger.
Durch die Gewalt in der Schule, dann kein Halt von den Eltern weil sie meine Probleme in der
Schule nicht genug ernst nahmen und dachten ich erfinde ( lüge ) das alles und habe dann
noch oft selbst dafür Zuhause prügel bekommen.
Ich nenne es deshalb Prügel, weil zu schlagen zählt für mich eine Ohrfeige aber von
Prügel spricht man, wenn man so oft und stark hintereinander zb auf den Arsch geschlagen
wird das du nicht mehr sitzen kannst oder eine aufgeplatzte Lippe vom Ringbuchordner hast.
Heute glaube ich meine Eltern waren selbst total überfordert mit der Situation.
Sie wollten es nicht wahr haben, dass das Thema Gewalt immer noch present in ihrem Leben ist.
Ich begann mich immer mehr zurück zu ziehen. Vertraute mich auch keinem mehr an.
Ich begann mich selbst zu verletzten, um vor dem inneren Schmerz zu flüchten.
Wenigstens für einen kurzen Moment.
Der Druck in der Schule und Zuhause wurde immer größer.
Ich hatte oft den Gedanken, als ich die Augen morgens aufschlug:
Warum lieber Gott hast du mich erwachen lassen.
Wieso kann ich nicht einfach einschlafen und nie mehr aufwachen ?
Damit der Kreislauf endlich ein Ende hat .


Foto The Frame Model Broken-Angel

Ich hatte mit Selbstmordgedanken zu kämpfen im Alter von 13 Jahren und 
versuchte mich auf verschiedene Arten selbst zu verletzten.
Meine Eltern waren natürlich verzweifelt. Sie sahen wie ich mich immer mehr verschlossen habe,
immer öfter ausbrach und mich verletzte und auch Blödsinn anstellte wie Alkoholmissbrauch.
Sie kamen dagegen auch nicht mehr an. Das Vetrauen war bereits zerstört.
Was niemand gesehen hat, dass alles ein Hilfeschrei war.
Sie zogen das Jugendamt hinzu und wir suchten mehrere Therapeuten/Kinder- und Jugendpsychologen auf.
Aber ich vertraute einfach niemanden mehr. Schon garnicht einer fremden Person und die Ärzte waren für mich fremde Menschen die nur auf die Meinung meiner Eltern, aber nicht wert auf meine Meinung als Kind legten.
Sie taten das selbe was ich auch von meinen Eltern oft zuhören bekam.
Du bist krank und du brauchst Hilfe.


Sie nahmen sich nicht die Zeit zu hinterfragen. Ein Kind wird doch nicht einfach so seelisch Krank geboren.
Es wird dazu gemacht !
Jeder wollte die Probleme beseitigen, mich gegen Dinge/Krankheiten behandeln die ich nicht mal hatte.
Aber keinen interessierte die Ursache für alles. Dabei wäre es eine einzige Frage gewesen,
die alles verändert hätte. Die Frage: Hat man dir weh getan ?
Viel Leid könnte ersparrt werden, wenn sich die Menschen die Mühe machen würden genauer hinzusehen.



Das Jugendamt entschied dann gemeinsam mit meinen Eltern, dass ein Aufenthalt im
Kinder- & Jugendheim besser für mich wäre um meine Familie/Eltern vor mich zu schützen.
Ja genau, laut Jugendamt brauchten meine Eltern und Familie den Schutz vor mir und nicht umgekehrt.
Das Vertrauen zum Jugendamt war für mich spätestens da auch zerstört.
Alle sahen mich als das kranke Mädchen an, aber niemand sah mein Schmerz/meine Angst/mein Leid.
Als der Tag kam, wo ich ins Heim gebracht wurde, habe ich bitter geweint.
Auch wenn nicht alles so gelaufen ist, will kein Kind von Zuhause weg.
Für mich war das ein weiterer großer Verlust.
Ein weiteres Gefängnis in das ich gezwungen wurde.
Zumindest fühlte es sich damals so an.


Foto The Frame Model Broken-Angel






Ich würde sagen sie war durchwachsen von positiven und negativen Erlebnissen.
Ich lernte echte Freunde kennen ( mit ihnen hab ich heute noch Kontakt ),
aber auch hier war Gewalt ein großes Thema.
Auch im Heim stellten die Mädchen schnell fest, dass ich ein leichtes Opfer war.
Mich nicht wehren oder durchsetzten konnte.
Sie spuckten auf mich, zwangen mich ihr Zimmer auf zu räumen. Schlugen mich ,
setzten mich unter Druck , nahmen mir Sachen/Dinge weg, übten viel Macht auf mich aus
und ließen ihren eigenen Frust gern an mich aus.
Sie zeigten mir, wenn du nicht so machst wie ich will , dann sorge ich dafür das du es willst.
Oft saß ich beim Jugendamtgespräch mit Heimbetreuer und meinen Eltern beim Hilfeplangespräch
weinend am Tisch und bat meine Mutter mich wieder mit Nachhause zu nehmen.
Ich fiehl sogar auf die Knie und flehte meine Mutter an, mich mit zu nehmen. Die Menschen tun mir weh und sind nicht gut zu mir. Sie sah mich an und sagte: Dann wirst du vielleicht endlich normal.
Drehte sich um, stieg ins Auto und fuhr los ohne nochmal zurück zu sehen.
Genau in diesem Moment ist in mir der letzte Lebensfunke zerbrochen.
Ich konnte nicht verstehen wie eine Mutter befürworten kann, dass das eigene Kind so leiden muss.
Ich zog mich wieder immer mehr zurück. Lieber garnichts sagen und ab und zu eine einkassieren,
als sich anvertrauen , hängengelassen werden und dann erst recht was auf die Nase bekommen,
weil du gepetzt hast.




In der Schule begann wieder das gleiche Spiel. Da ich mit meinen Heimkolleginen auf die selbe Schule ging.
Wieder eine Schule wo ich mich nicht sicher und wohl fühlte.
Sondern mit Angst zur Schule ging und mit Angst ins Heim nach der Schule zurück.
Mit Angst ins Bett und mit Angst wieder aufgewacht.
Angst davor wieder etwas falsch zu machen und dafür die Strafe zu bekommen.
Auch Angst davor was ihnen heute einfallen würde, um mir mein Leben schwer zu machen oder
ihren Frust wieder an mir aus zu lassen.
Oft haben andere Mädchen im Heim gelogen aus der Angst herraus selbst verletzt zu werden und
schoben dann alles auf mich . Ich war zu Schwach um dagegen an zu kämpfen.
Habe die Prügel für sie mit eingesteckt um die anderen Mädchen zu schützen.
Zugeben würden das aber heute noch wohl die wenigsten.
Im Heim hatte ich mich weiterhin immer wieder selbst verletzt und mehrere Selbstmordversuche hinter mir.
Lag auch wegen Vergiftung im Krankenhaus und regelmäßig beim Arzt, weil wieder irgendetwas gebrochen war.
Für mich erschien alles so sinnlos zu diesem Zeitpunkt. Denn ich trug das Gefühl mit mir rum:
Egal was du tust, niemand liebt dich und wenn du nicht funktionierst gibts auf´s Maul.
Ich fragte mich immer wieder: Das soll das Leben sein ?
Dafür stehen die Menschen jeden Tag auf, um sich immer wieder
von der Welt klar machen zu lassen das man selbst nichts Wert ist ?




Weder das Jugendamt, noch meine Familie wussten noch weiter.
Die letzte Lösung für sie war die Kinderpsychiatrie.



Die Zeit in der Klinik hat mir persönlich ehrlich gesagt nichts genutzt, 
wenn wir von den Ärzten und Therapien sprechen.
Damals war aber auch noch einiges anders im Gegensatz zu heute.
Erst habe ich so starke Medikamente bekommen, dass ich selbst tagsüber immer wieder
eingeschlafen bin im sitzen während den Therapiestunden und ein vernünftiges Gespräch
mit mir zu führen somit garnicht möglich war.
Ein persönlicher Nutzen um alles zu verarbeiten können war somit bei Null.
Dann als ich den Mut hatte mich darüber zu beschweren im Beisein meiner Eltern,
stellte sich raus das meine Eltern nicht mal davon Bescheid wussten das ich solche Medikamente erhalte.
Dann beim zweiten Besuch in der Klinik bekam ich zwar auch Medikamente, aber eine sehr viel geringere
Dosis, aber wirklich verstanden habe ich mich auch da nicht gefühlt.
Andere Patienten konnten mich verstehen und schenkten mir Halt.
Sie zeigten mir auch das ich nicht die einzige bin mit solch einem Scherbenhaufen.
Aber wenn wir zusammen halten , macht es die Zeit zwar nicht weg / löst die Probleme nicht auf,
aber mit echten Freunden ist die Zeit sehr viel leichter durch zu stehen.

Mit einem Patient hatte ich mich so gut verstanden, dass ich statt nach der Klinik zu
meiner Familie nach Hause zu gehen, zu ihm gegangen bin.
Ein Weg zurück nach Hause gab es einfach nicht mehr. Wir waren zu weit von einander entfernt
( nicht kilometer sondern seelisch ) und es ist zu viel schief gelaufen. Auf allen Seiten.
Ich war 18 jahre, flüchtete zu einem Patienten das auf Dauer auch nicht möglich war.
Er hatte selbst zu viele Probleme und lebte direkt über einem Puff.
Seine Freunde waren schwer Drogenabhängig und lösten ihre Probleme auch mit Gewalt.
Zwar nicht gegen mich, aber das spielte für mich keine Rolle zu dem Zeitpunkt.
Der Chef vom Puff belästigte mich immer wieder, er wolle das ich für ihn arbeite.
Er wurde so aufdringlich, dass ich angst vor ihm bekam.
Ich wusste hier wirst du nicht glücklich und das ist auch nicht das richtige Umfeld.
Somit saß ich mit 18 Jahren auf der Strasse.
Nicht weil ich musste, sondern weil ich mich dazu entschieden hatte.

DIESE ENTSCHEIDUNG BEREUE ICH HEUTE NICHT!
IM GEGENTEIL! ICH HAB VIEL AUS DER ZEIT MITGENOMMEN!


Bilder sagen mehr wie 1000 Worte

Ich hatte nicht viel zum Leben, aber was ich hatte war die FREIHEIT!
Eine lange Zeit FREI von Gewalt und Druck der ausgeübt wurde.
Das war für mich sehr viel wertvoller als jedes Geld das ich hätte bekommen können.
Vorallem lernte ich viele nette gute Menschen kennen.
Wenn ein Mensch lieber im Winter in der Nacht in der Sparkasse schläft,
um sich auf zu wärmen, statt in das warme Zuhause zu gehen, sollte das doch schon
klar machen das nicht alles sauber gelaufen ist wie andere gern behaupten.
Danke hier auch an die Putzfrau in der Sparkasse die mich verstanden hat und mir jeden Morgen einen warmen Kaffee und Brötchen mitgebracht hat. Ich glaube auch das ich ihr zu verdanken habe, dass ich in
der Sparkasse geduldet wurde. Bei Freunden durfte ich hin und wieder mal warm duschen gehen.
Am Kiosk in der Nähe war ich jeden Tag und habe als Kellnerin gearbeitet und dafür jeden Tag 2 warme Mahlzeiten , jederzeit was zu trinken bekommen und 100 Euro gerade so zum Leben.
Viele Gespräche trage ich heute noch im meinem Herzen, denn sie haben mich die Welt
durch neue Augen sehen lassen und sie wollten dafür nie etwas zurück haben.

Der Kontakt zu diesen Menschen besteht zum Teil auch heute noch.
Leider sind nicht mehr alle am Leben. Machne sind an dem Drogenkonsum verstorben.
Was mir auch gleich wieder klar gemacht hat, warum ich solche Dinge nicht zu mir nehmen will.
RIP



Aber es zeigte mir auch wie schnell das Leben  vorbei sein kann.
Ich faste neuen Lebensmut. Ich wollte mich nicht damit abfinden, dass ich in allen anderen Augen ich der
kranke Mensch war der nichts in seinem Leben auf die Reihe zu bekommen scheint. 
Ich wollte ihnen zeigen wie sehr sie sich irren.
Nahm mir eine eigene Wohung und versuchte mir etwas auf zu bauen.
( Siehe Biographie Broken-Angel und Gegen Gewalt )



Da ich oft gefragt werde unter welchen Krankheiten
ich den leiden würde und wie sich das äußert, habe ich euch
ein Video dazu gemacht. Das soll euch helfen, meine Situation
besser zu verstehen und wieso ich glaube das ich mich für meine
Figur oder für mich selbst nicht schämen muss.
Ich bin wie ich bin und dazu stehe ich.



Videotext:
Ich leide unter der Krankheit
Polyneuropathie in 2 Formen
( was leider sehr selten ist )
Symptome ( Folgen ) der Krankheit
mit denen ich zu kämpfen habe:
Brennende und Lanzierende Schmerzen,
Verlust der Schmerz- und Temperatur
Wahrnehmung,Verlust des viszeral Schmerzempfindens,
Cutane Hyperästhesie (Überempfindlichkeit
der Nerven), Verlust der Reflexe,
Verlangsamte Nervenleitgeschwindigkeiten,
Verlust der Vibrations- Wahrnehmung,
Verlust der Propriozeption,
ataktischen Koordinationsstörungen: Patienten
sind dann vor allem bei geschlossenen Augen
nicht mehr in der Lage, sicher zu gehen.
Periphere, atrophische und oft
symmetrische Lähmungen,Magen-, Darm- und
Blasenentleerungsstörungen sowie
Potenzstörungen, zentral ausbreitende Schwäche
mit begleitendem Muskelschwund, zunehmende
Schwäche von Händen und Füßen, die sich nach
und nach in den Armen und Beinen ausbreitet.
Manchmal bleibt den Betroffenen nur die
Zuhilfenahme von Krücken oder sogar ein
Leben im Rollstuhl.

Meine Zweite Krankheit gegen die ich
kämpfe: Hyperthyreose
(Schilddrüsenüberfunktion)
Schweißproduktion, beschleunigtem
Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und
Zittern. Trotz Heißhungers kann es durch die
Steigerung des Grundumsatzes zu
Gewichtsverlust kommen.
Zudem sind Hitzesymptome (Wärmeintoleranz,
Schweißausbrüche, warme feuchte Haut,
eventuell leichtes Fieber),Schwäche der Muskulatur,
Haarausfall und Zyklusstörungen bis hin zu vorübergehender
Unfruchtbarkeit typisch. )

Aber ich gebe nicht auf

Verfolge weiter meinen Traum, auch wenn der
Weg für mich härter ist wie für viele andere.
Auch aus diesem grund gibt es Label Broken-Angel ,
dass sich für andere stark macht und etwas sinnvolles
Hinterlassen möchte.
Meine Nervenkrankheit wird vor allem durch Stress gefördert.
Da ich von Kind an unter Stress stand, ist das wohl auch der Grund warum
die Krankheit so früh bei mir ausgebrochen ist zusätzlich zu dem das ich sie
vererbt väterlicherseits bekommen habe.
Ich hoffe das konnte viele eure Fragen beantworten.

Danke das ihr immer hinter mir steht und
immer an mich geglaubt habt und es auch
weiterhin tut. Das gibt mir viel Kraft und
Halt. Danke an jeden einzelnen von Euch !

In meinem Herz trage ich euch bei mir.

Mein Lebensmotto:








Heute stelle ich euch noch das Video vom Projekt gegen
Gewalt an Frauen Thema Mobbing von Broken-Angel vor.
Ich wurde schon immer und werde noch immer für meine Figur gemobbt und
habe das auch zum Thema in diesem Video gemacht.
Um das ganze auch ein Stück für mich zu verarbeiten.
Du glaubst nicht wie oft ich den Satz : Du musst mehr essen ! schon
in meinem Leben gehört habe. Selbst wenn ich vor her bereits erkläre, dass es
NICHT am Essen liegt.
Sprüche wie : Iss doch mal was, du fällst ja gleich auseinander.
Bei dir muss ich mich nicht anstrengen, dich puste ich so weg so dürre wie du bist.
Echte Jungs wollen keine Knochen zum spielen.
Wenn ich mit dir im Bett liege, muss ich angst haben dich platt zu machen
oder habe das Gefühl ich liege auf einer Fernbedienung.
Du siehst aus als wäre die Hungersnot ausgebrochen.
Worte haben mehr Macht als die Menschen immer annehmen.
Sie fügen genauso Wunden zu wie jeder Schlag gegen deinen Körper.
Sie sind nur nicht so offensichtlich wie ein blaues Auge.
Deswegen tun sie aber nicht weniger weh !

Danke nochmal an
alle die dabei waren und bei dem Video mit gemacht haben.

Wir sind gegen Mobbing jeglicher Art.
Love is the cure

Video: Anna Eckert
Models: Jessica Gmür Model Danja da Ray Danja Neuhauser broken Angel / Anna Eckert und Marco Berger
Fotos und Videokamera: Martin Leuenberger / Leupix Basel / The Frame Photography


Foto Martin Leuenberger Models Marco Berger Broken Angel Jessica Gmür und Danja Neuhauser



Folgende Fragen möchte ich euch allen gleich hier beantworten,
weil die mir sehr oft gestellt werden:
Wie lange lebst Du schon damit? Wie ist es raus gekommen,
daß Du unter dieser Krankheit leidest? Wie kann man die
Symptome lindern? Wie hast Du für Dich geschafft damit um
zu gehen und anzunehmen für Dich das Du Krank bist und vielleicht
nicht mehr so kannst wie Du gerne möchtest?

Raus gekommen ist es durch ein Zufall. Ich war in der Klinik
für einige Monate wegen eines ganz anderen Problems und da
stellte man fest, dass ich Jahre falsch behandelt wurde und die
Ursache vieler Dinge der Krankenheiten zu zuschreiben ist. Ich lebe
schon sehr viel länger damit, aber raus kam vor 2 Jahren. Ich kann die
Symptome etwas lindern mit Massagen Salben usw, zumindest die
Schmerzen ja , aber aufhalten kann ich es nicht. Aber versuche auch
mit sport und gesunder Ernährung noch alles so lang es geht hinaus zu
zögern. Ich finde mich damit nicht ab das irgendwann für mich der
Rollstuhl oder Gehhilfe bereit steht. Ich habe lang dafür gebraucht
( immerhin doch 1 Jahr ) , um die Krankheiten, als ein Teil von mir an
zu nehmen. Lang habe ich das als Strafe gesehen und mich oft gefragt,
warum ich ? Was mir geholfen hat ? Ich habe mich mit meinen Krankheiten
auseinander gesetzt. Habe mit vielen Ärzten/Fachärzten/Chefärzten gesprochen,
auch mit Familie/Verwandte und Freunde über meine Krankheit informiert,
Ängste und Zukunft gemeinsam besprochen. Dann saß ich eines Abends auf
der Parkbank und sah die Sonne untergehen und dann kam mir einfach der Gedanke:
wieso sitzt du hier und weinst ? Ich habe ein Geschenk bekommen und keine Strafe.
Eigentlich sollte ich doch dankbar sein . Denn viele Menschen landen von heute
auf morgen durch ein Unfall im Rollstuhl oder andere leben ihr ganzes Leben schon
darin. Ich durfte das Leben mit Tanz und Unabhängigkeit genießen, viele Menschen
kennen lernen und viele schöne Flecken von der Welt sehen und das darf ich noch
immer und zu wissen auf welche Zukunft ich hinarbeite und mein Leben erst jetzt
so richtig genieße, wurde mir zum Geschenk gemacht. So lebe ich dennoch gut mit
meinen Krankheiten. Die krankheiten sind ein Teil von mir, aber die Zeit die ich habe
ein großes Geschenk und genau danach Lebe ich.

Das WERTVOLLSTE das ein jeder Mensch besitzt ist ZEIT!
Zeit zu lieben, Zeit zu reden, Zeit zu LEBEN.....
Also handelt bedacht, wem ihr eure ZEIT auch schenkt.
Denn jeder Tag ist EINMALIG und kommt NIE wieder zurück.

Liebe Grüsse eure Broken-Angel / Label Broken-Angel



Happy Birthday Bruder Herz 
Wir beide hatten schon immer die selbe Schwäche . Die Liebe zur Musik .
Gott waren wir da noch klein und Jung
Ich hab dich mega lieb Tommy.
Lass dich ordentlich feiern.
Hoffe das Geschenk ist rechtzeitig da mit der Post

— mit Tom Tomm.



 


Heute beantworte ich wieder Fan-Fragen

Kai Zen
Frage an Dich: Freilich kann jeder nur diesen Funken selber entdecken
und an sich selbst und seiner emotionalen Unabhängigkeit zu arbeiten.
Wie es mir erscheint, hast Du aus Dich aus einem Sog befreien können
und hast Dich manchmal in den nächsten Sog mit den gleichen Mustern
wiedergefunden. Hattest Gewalt ertragen, um einen Partner nicht zu verlieren.
Kannst Du Den Punkt beschreiben, der Dich zur Umkehr gebracht hat?
Wie hattest Du an Dir gearbeitet, daß Du nicht mehr Menschen anzogst, die
Dir schaden, sondern die Dir gut tun? Was hattest Du gefühlt, als Du diesen
Punkt erreicht hast, durchlebt hast und wie Du wieder herausgekommen bist?
Ich meine, Dein Erfahrungsschatz ist überaus wichtig für viele Menschen, die
sich in einer Situation befinden, in welcher sie sich gefangen fühlen. Und Du kannst
sie auch beraten und unterstützen, eben aus praktischer Erfahrung und nicht aufgrund
irgendwelcher Theoriemodelle.

Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen, wenn Du sie mir schildern möchtest.

Meine Antwort:
Natürlich möchte ich euch allen meine Erfahrungen mit auf den Weg geben,
deswegen beantworte ich solche Fragen am liebsten Öffentlich damit alle was davon haben.

Nun bei meiner ersten Erfahrung in Häuslicher Gewalt vom Partner,
habe ich mir das vom ersten Tag an nicht gefallen lassen. Habe Nachbarn,
Ärzte , Polizei, Freunde und Passanten um Hilfe gebeten. Allerdings waren die
Gesetze damals noch nicht so fortgeschritten wie heute. Mir konnte/wollte damals
niemand helfen. Die Menschen gingen daran lachend vorbei, während ich auf dem
Boden lag und mein damaliger Partner auf mich eingetreten hatte. Aber ich wollte mir
das nicht gefallen lassen. Als er dann 5 mal versuchte mich umzubringen
( 3 mal fast erwürgt, 2 mal mit dem Messer auf mich los ), bekam ich so eine Angst
und fühlte mich so allein das ich mir das 9 Monate gefallen lies. Ich kam irgendwann
an dem Punkt wo ich mich fragte und das soll jetzt mein Leben sein ? Ich kann dir nicht
sagen wo ich die Kraft in diesem Moment her genommen habe, aber es hatte in dem
Moment einfach klick gemacht. Ich wusste ich schaffe es nur allein mich von den Ketten
zu befreien. Ich fing an heimlich zu trainieren während er mit seinen Kumpels um die
Häuser zog. Eines Abends kam er wieder total auf Drogen nach Hause und wollte direkt
auf mich los. In dem Moment hab ich so ein starken Schub Mut bekommen, dass ich ihn
weg geschubst und angebrüllt habe. Ich sagte: Ich hab jeden Tag heimlich trainert Junge,
genau für diesen Tag / diesen Moment, wo ich dir sagen kann: Ich lass mir das nicht mehr
gefallen. Verschwinde aus meinem Leben. Jetzt weiss ich mir zu wehren, also lass es nicht
darauf ankommen.
Er ist aufgestanden, weil er vom Schubs hingefallen war und ging ohne ein Wort zu sagen.
Man hat nur die Angst in seinen Augen gesehen.

Leider verlief die nächste Beziehung darauf auch nicht viel besser.
4 Jahre war ich in einer Lebenspartnerschaft danach.
Die ersten Monate schien alles perfekt. Doch eine Phasade kann niemand ewig
aufrecht halten. Auch er wurde gewalttätig. 4 Jahre lang wenn er betrunken war,
jagte er mich im Nachthemd durch die Strasse im Winter, schlug und schubste mich
auf die Strasse, er schlug mich auch Zuhause und brachte sogar meine Haustiere um.
Erziehungsmaßnahmen nannte es er. Warum ich mir das 4 Jahre gefallen lies ?
Da muss ich sagen erstens ich war echt verliebt und als diese Seite von ihm zu
vorschein kam, habe ich mich viel von seiner Familie Unterdruck setzten lassen.
Er kann ja nichts dafür, er ist Soldat gewesen und war im Ausland. Das wird wieder besser.
Usw. Ich began an zu glauben das es normal sei und das es das wohl in jeder guten Ehe geben würde.
Aber auch da kam der Punkt wo ich mir irgendwann sagte: Aber das hast du doch schon
mal alles durch und du hast dir geschworen das du dir das in Zukunft nicht mehr gefallen lässt.
Ich wollte nicht glauben das dies meine Zukunft sein soll. Ein Leben mit einem
grausamen Menschen an meiner Seite. Niemand konnte damals verstehen das ich gegangen bin.
Mich getrennt habe. Heute ist mir das allerdings egal ob mich jemand versteht oder nicht.

Wie ich es geschafft habe aus dem Muster wieder raus zu kommen ?
Nun ich hatte an die 4 Beziehungen die leider so dramatisch verlaufen sind.
Aber ich hatte auch 2 wunderschöne Beziehungen die aus anderen Gründen
gescheitert sind. Ich kenne beide Seiten und halte an den guten Dingen fest.
Denn sie geben mir Kraft und Hoffnung und die Gewissheit, dass es sehr wohl
auch anders geht. Ich habe mich der Öffentlichkeit anvertraut und das muss ich
sagen hat auch sehr viel in Bewegung gesetzt.
Der erste Schritt um aus dem Muster zu entfliehen ?
Vertrau dich jemanden an der auch solche Erfahrungen gemacht hat und den Weg
bereits hinaus kennt. Mir haben die Gespräche mit anderen Opfern unglaublich gut
getan. Ich wusste irgendwann egal wo ich bin, was ich durchlebe , ich bin nie allein
und es gibt immer Menschen die dir weh tun wollen. Aber es gibt auch immer
Menschen die dir helfen können und möchten. Wenige. Aber es gibt sie und dafür
lohnt es sich immer zu kämpfen.

Und das verdanke ich euch allen. Denn zu meinem Selbstbewusstsein, mein Mut
und meine Motivation habt ihr mir alle verholfen. Jedes liebe Kommentar, jedes
Teilen und Liken , jede liebe Nachricht, Euer Vertrauen und Sorgen was ihr mit mir teilt....
einfach das ganze Packet hat mich zu dem werden lassen, was ich heute bin. Eine
Selbstbewusste alleinstehende ( singel ) zufriedene Frau, die sich niemals wieder von
einem Partner so abhängig macht. Ich bin lieber allein als mit grausamen Menschen zusammen.
Viele trauen sich das nicht weil sie denken unabhängig sein, bedeutet allein sein.
Das ist aber totaler Quatsch.
Einen Job und eigene Wohnung , eigenes Geld und eigene Träume, eigene Freunde
und eigene Ziele zu haben, der Wunsch nach einem guten Leben macht dich nicht einsam.
Es sind die Menschen die dir das Gefühl geben und dann sind es eh die falschen in deinem Leben oder ?

Liebe Grüsse Anna Broken-Angel



 




Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von uli Kühnel( uli_kuehnelweb.de ), 21.11.2015 um 13:33 (UTC):
Liebe Anna, ich habe deine Schilderungen gelesen und kann nur sagen: ich bin so stolz auf dich, wie du bisher dein Leben gemeistert hast, wie du am Aufgeben warst und immer wieder aufgestanden bist und gekämpft hast. Du bist eine starke Frau und Gott hat etwas mit dir vor. Er hat dich gemacht und war immer bei dir. Er wollte nicht, dass dir all das passiert, aber ich bin sicher, dass er dir ganz oft geholfen hat. Vertraue dich ihm an, er ist wirklich die liebevollste Person des Universum.

Kommentar von Jennifer( ), 18.09.2016 um 19:37 (UTC):
Großen Respekt vor dir . . Nicht alle haben die Stärke immer wieder aufzustehen und zu kämpfen. Top . Grüße Jay



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